RFID: Unterschiedliche Standards in Nordamerika und Europa in Sicht
Viel Aufhebens wurde in den vergangenen Wochen RFID-Etiketten (Radio Frequency Identification) gemacht, unter anderem wegen Bedenken von Datenschützern. Das hat Firmen wie die Handelskette Wal Mart nicht davon abgehalten, Feldversuche mit Funketiketten zu starten, wenn auch vorläufig erst in einem Center in Texas.
Nun bahnt sich neues Ungemach für RFID an: Nach einem Bericht von News Faktor kristallisiert sich heraus, dass es unterschiedliche, nicht kompatible RFID-Standards in den USA und Europa geben könnte. Experten gehen davon aus, dass das European Telecommunications Standards Institute (ETSI), das auch für Funk-Standards zuständig ist, in seiner Spezifikation niedrigere Leistungswerte für RFID-Systeme festschreiben wird als sein Pendant in den USA. Die Europäer wollen damit Bedenken in puncto Sicherheit und Gesundheit gegen die Technik ausräumen.
Das könnte sich als ärgerlich bis fatal erweisen, und zwar sowohl für die Anbieter von RFID-Systemen als auch für multinational aktive Anwender, die beispielsweise Funketiketten in Niederlassungen in Europa und Nordamerika einsetzen wollen. Sie müssten dann mit mehrere Versionen von Etiketten entwickeln beziehungsweise einsetzen, und das bedeutet höhere Kosten und einen größeren logistischen Aufwand.
Verfasst von: Bernd Reder am 05.05.04, 14:29
