Linux made in Puerto Rico: Vidalinux

Aus Puerto Rico stammt eine Linux-Distribution, die auf Gentoo Linux aufsetzt. Wie Jem Matzan auf Linux.com erläutert, setzt Vidalinux auf GNOME als Benutzeroberfläche. Wem das nicht gefällt, kann jedoch auf KDE oder Windows-ähnliche Oberflächen umschwenken.

Was das Software-Management betrifft, greift die Distribution auf "Portage" von Gentoo und die dazu gehörige "Porthole"-Schnittstelle auf Basis von GTK zurück. Der Kernel, den die Entwickler von der Karibik-Insel implementiert haben, ist etwas angestaubt: Es handelt sich um 2.4.20. Wer beispielsweise auf den aktuellen 2.6-Kernel umstellen möchte, muss Matzan zufolge eine Menge Arbeit investieren.

Den Beta-Status des Betriebssystems durfte Jem Matzan voll "auskosten". So scheiterte er mit dem Versuch, die Gigabit-Ethernet-Adapter von Intel und Syskonnect zum Laufen zu bringen. Auch das Sound-Modul für Soundblaster Live und Audigy (emu101k) verweigerte den Dienst. Weitere Details zu den Stärken und vor allem Schwächen von Vidalinux sind in dem First-Look-Test auf Linux.com nachzulesen.

Fazit: Für den Einsatz auf Servern ist die Software in der jetzigen Form völlig ungeeignet. Die Entwickler müssen kräftig nachbessern, damit die Distribution auch nur halbwegs mit vergleichbaren Paketen mithalten kann.

Verfasst von: Bernd Reder am 11.07.04, 12:36
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