Content-Distribution via RSS: Die zukünftige Alternative zu Newslettern?
Niemand mag unerwünschte Werbe-E-Mails. Sie verstopfen unser digitales Postfach immer häufiger: Dadurch stellen Spams die Akzeptanz der E-Mail insgesamt in Frage und beeinträchtigen zudem das Geschäft der Newsletter-Anbieter, die sich in diesem negativen Umfeld nicht unbedingt präsentieren wollen. Doch inzwischen gibt es neue innovative Ansätze für die Auslieferung von Online-Inhalten.
Via RSS (Really Simple Syndication) können Headlines, Kommentare, Links, Erläuterungen und Bilder direkt online ausgetauscht werden. Bei RSS genügt der Mausklick auf einen XML-Button, um die gewünschten Inhalte über eine Website zu abonnieren. Eine persönliche Anmeldung mit Angabe der eigenen E-Mail-Adresse ist nicht mehr erforderlich. Allerdings benötigen die Leser einen „News Aggregator“, mit dem sich die aktuellen Online-Informationen abholen lassen. Die Nutzer können dabei selbst entscheiden, ob sie mit einem RSS Reader die Feeds direkt auf ihrem Rechner laufen lassen, eine webbasierte Lösung einsetzen oder die Inhalte via E-Mail erhalten.
Wer sich RSS-Inhalte bestellt, muss nicht befürchten, dass seine E-Mail-Adresse für Spams missbraucht werden kann. Anders als per E-Mail erhält jeder User via RSS nur die gewünschten, von ihm selbst bestellten Informationen. Eine Abmeldung erfolgt genauso komfortabel wie die Anmeldung.
RSS stellt für Verlage eine spannende Ergänzung zum herkömmlichen E-Mail-Newsletter-Versand dar. In den USA setzen deshalb zahlreiche Online-Zeitschriften bereits heute auf diesen neuen Distributionsweg für ihre Inhalte.
Verfasst von: klauseck am 10.12.03, 16:35
