Rückkehr der Push-Technologie als RSS
Mitte der 90er galt die Push-Technologie als die neue Killer-Applikation des Internet. Sie sollte laut Wired-Magazin sogar das Ende der bisherigen Browsertechnologie bedeuten und an seine Stelle das Internet-TV-Zeitalter einleiten. Heute spricht davon niemand mehr, allerdings ist RSS in aller Munde ...
Über das damalige Web-Casting sollten die Kunden personalisierte Unternehmens online direkt beziehen und auf diese Weise die Marketingwelt revolutionieren. Doch schon kurze Zeit später verschwand die Push-Technologie im digitalen Rauschen der vielfältigen Internet-Entwicklungen. Niemand wollte sie einsetzen, weil PointCast, Marimba und BackWeb die Erwartungen der Kunden nicht erfüllen konnte... Damals reichte die Bandbreite vieler User nicht aus. Zudem überschwemmten einzelne Anbieter die Nutzer mit viel zu viel Informationen.
Ganz anders könnte sich RSS entwickeln. Via Push erhalte ich dadurch auf Wunsch spezifische Inhalte aus von mir ausgewählten Weblogs oder anderen Medienangeboten.
Mit dieser XML-Anwendung kann jeder User wirklich wertvolle Zeit und Geld bei der Informationssuche sparen, weil er die News von ausgewählten Content-Anbietern aufgrund seines digitalen Abonnements automatisch erhält. Hierbei kann der RSS-Abonnent sich jederzeit mit einem Klick für oder gegen den regelmäßigen Bezug der Inhalte entscheiden. Inzwischen setzen zahlreiche amerikanischen Medien ergänzend auf die Content-Distribution via RSS.
Zudem lässt sich RSS wunderbar zum Aufbau eines Expertennetzwerkes nutzen. In einem sehr lesenswerten Salon-Artikel zeigt Scott Rosenberg die Chancen auf, die RSS bereits heute bietet:
"The beauty of RSS is that it lets you build an ad hoc network of experts and friends whose postings you want to tune in to. Then you don't have to think about it again. Along with blogs, RSS fulfills the Internet visionaries' prediction that we'd all find a set of "human filters" to help us navigate the new information seas."
>>Salon.com: That 1994 feeling
Verfasst von: klauseck am 11.12.03, 13:07Klaus,
da hast Du Dich mit Push- und Pull-Prinzipien wohl etwas verhaspelt? Egal.
Grüße,
Wolfgang
Verfasst von: Wolfgang Flamme am 12.12.03, 20:29
Hallo Wolfgang, das sehe ich nicht ganz so. Obwohl mir klar ist, dass einige RSS als Pull-Technologie betrachten. Das ist letztlich nur eine Frage der Sichtweise. Schließlich können Content-Anbieter via RSS ihre Inhalte via Push zur Verfügung stellen. Die User erhalten sie zugegebenermaßen als Pull.
Verfasst von: Klaus Eck am 14.12.03, 15:13
Naja, zu jedem Inhalt, der abgerufen wrden soll gehört jemand/etwas, was diese Inhalte bereitstellt. Soweit schon klar.
Die Unterscheidung erfolgt eben hauptsächlich durch Bauchgefühl.
Verfasst von: Wolfgang Flamme am 15.12.03, 03:26

