PaidContent.org lässt bloggen
Rafat Ali integriert in sein Business Weblog PaidContent.org jetzt auch Gastbeiträge und will dadurch die Berichterstattung über Paid Content-Events verbessern. Dabei setzt der bekannte Business-Blogger auf eine besondere Art von Group Weblog: Consultants und Freelancer profitieren als "Guest Blogger" von dem Renomme seines Paid-Content-Weblogs.
Außerdem sucht Ali für seine Gast-Blogger zahlende Sponsoren und stimmt das jeweils mit seinen "Gästen" ab. Inzwischen konnte Ali diesen Ansatz erfolgreich auf die SIIA Information Industry Summit in New York City anwenden. Die Beiträge seiner Gast-Blogger sind alle mit einem Sponsoren-Button von SIIA gekennzeichnet. Im Gegenzug promotet SIIA PaidContent.org.
Mir gefällt die Idee von Rafat Ali einerseits sehr gut, weil sie über bisherige Businessmodelle für Weblogs hinausgeht und neue Grenzen erforscht. Allerdings sind hierbei die Grenzen zwischen einem gesponserten "Anzeigen-Text" und "journalistischem Content" durchaus fließend.
Sehr schnell stellt sich deshalb die Frage, inwieweit derartige Weblogs dann noch etwas mit Journalismus zu tun haben? Und müssen sie es überhaupt... Oder ist es sogar legitim, auf diese Weise Informationen zu präsentieren.
In gewisser Weise hat Alis Modell sehr viel Ähnlichkeit mit den Veröffentlichungen, die Consultants und Analysten manchmal in Fachzeitschriften unterbringen können. Diese werden oftmals von den Redaktionen nicht bezahlt. Schließlich darf der Autor danach immerhin darauf verweisen, seine Themen in einem renommierten "Blatt" veröffentlicht zu haben.
Verfasst von: klauseck am 28.01.04, 22:42
