AOL versus Spam
Bisher schien es nicht möglich zu sein, den Versand von Werbe-E-Mails zu verhindern, die gefälschte Absenderadressen nutzen. So kann es jederzeit passieren, dass E-Mails die Markennamen großer Unternehmen für eine Spam- oder sogar Viren-Kampagne missbrauchen. Künftig soll das Fälschen von Absenderadressen via America Online nicht mehr möglich sein. Der Internet Service Provider will mit einer Technik namens "Sender Permitted From" (SPF) diese Art des Spammings verhindern.
Dazu plant AOL die Veröffentlichung der IP-Adressen sämtlicher Mailserver, über die seine Mitglieder ihre E-Mails versenden. Auf diese Weise können E-Mail-Empfänger sehr leicht herausfinden, woher eine AOL-Nachricht wirklich stammt. Verfügbar soll die SPF-Technik in sechs bis 12 Monaten sein:
"Die SPF-Technik könnte deutlich schneller verfügbar sein, als Bill Gates' Mathematikaufgaben für Mailserver. "Mit etwas Glück in sechs bis 12 Monaten", sagte Meng Weng Wong Technologiechef E-Mail-Dienstleisters Pobox.com dem Wissenschaftsmagazin "Technology Review". Ein komplett neues E-Mail-Protokoll, etwa "Mail Next Generation" braucht nach Wongs Schätzung noch zehn bis 20 Jahre, bis es sich durchsetzt. Bis dahin sei SPF ein Zwischenschritt mit wirkungsvollem Mechanismus.
Das System funktioniert nur, wenn möglichst viele Provider mitmachen. Und daran dürften sie ein großes Interesse haben, denn wer will schon, dass seine Domain als Absenderadresse von Spammern missbraucht wird. SPF, so ist die Hoffnung, könnte als sich selbst vorantreibendes System schnell Schule machen." (Spiegel)
>> Spiegel: SPAM: Alle kriegen ihn, keiner will ihn
>> Infoworld: AOL testing new antispam technology
>> CyDome: E-Mail-Marketing: Spam bedrohlich
Verfasst von: klauseck am 04.02.04, 18:32
