Bloggerkriege
In den USA versuchen die ersten professionellen Technik-Weblogs sich gegenseitig zu übertrumpfen, indem sie einander gefragte Journalisten abwerben. Das sind doch erfreuliche Aussichten für die Journalistenzunft.
Doch während in New York die Technik-Blogs "Engadget" und "Gizmodo" um ihre Mitarbeiter bangen, ist es in deutschen Landen noch nicht soweit. Ganz im Gegenteil. Nur wenige Business Weblogs dürften wirklich lukrativ sein. Die meisten dienen dem Self Marketing oder der Lust am Schreiben.
Hintergründe zur New Yorker Bloggerschlacht:
"Peter Rojas, bislang wichtigster Autor für Dentons beliebtes Technikspielzeug-Weblog «Gizmodo», war zur Konkurrenzfirma Weblogs, Inc. übergelaufen, um dort eine eigene Seite namens «Engadget» im direkten Wettbewerb zu starten. ...
Während Denton versucht, sein kleines Weblog-Imperium schrittweise aufzubauen und immer noch Zweifel hegt, jemals wirklich viel Geld damit verdienen zu können, plant Konkurrent Calacanis, demnächst mit 500 Weblogs in allen nur erdenklichen Themenbereichen «signifikante Umsätze» zu generieren - durch Werbung. Eine gemeinsam betriebene Media-Abteilung soll dies ermöglichen. Dank seines «Unternehmensanteil»-Modells muss er seinen Blogger sowieso nur eine geringe Grundgebühr für ihre Dienste zahlen - mehr gibt's nur, wenn Werbegelder fließen.
Dentons Ansatz hingegen: Er stellt die Blogger ein oder beschäftigt sie als «feste Freie». Das kann sich auch lohnen: Sie können sich in den Denton-Blogs ein Profil erschreiben. So ging Elizabeth Spiers, die das trendige New York-Weblog «Gawker.com» betreute, inzwischen zum «New York Magazine»."
>> Netzeitung: Kleinkrieg der Profiblogger
Verfasst von: klauseck am 11.03.04, 00:53
