Copy-und-Paste-Textautoren auf der Spur
Interessante Lösungen zum Verfolgen von Text-Plagiaten stellt Holger Dambeck von Spiegel Online in seinem Artikel "Vorsicht - Bissiger Plagiate-Spürhund" vor. Hintergrund ist die Tatsache, dass immer mehr Studenten bei der Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten auf im Internet recherchierte Textkomponenten von vorhandenen Arbeiten zurückgreifen und diese nahezu unverändert - selbstverständlich ohne korrekte Quellenangabe und Zitierweise - als eigene Erkenntnis verkaufen.
Diese zwar effiziente, aber illegale Vorgehensweise können Professoren zukünftig mit verschiedenen Tools aufdecken. Dazu wird der Text in kleinere Teile zerlegt und im Internet nach Übereinstimmungen dieser Textpassagen mit vorhandenen Dokumenten gesucht. Neben ausschließlich webbasierten Lösungen wie TurnItIn von iParadigm gibt es jetzt auch kostengünstige Client-Systeme, bei denen die Kosten nur für die Lizenz und nicht für einzelne Recherchen entstehen.
Für solche Lösungen dürften sich zukünftig auch Chefredakteure interessieren, die mit einem entsprechenden Produkt die Texte ihrer Redakteure und Freien Mitarbeiter mit der Übereinstimmung mit Pressemitteilungen überprüfen können.
Autor: Wolfgang A. Büscher

