Plädoyer für vollständige Webfeeds
Mal sind sie kurz, mal lang. Moe setzt sich in seinem Weblog PlasticThinking für vollständige RSS-Feeds ein und begründet es. Gekürzte Webfeeds stören ihn, weil sie seiner Ansicht nach zahlreiche Nachteile mit sich bringen. Die Diskussion um vollständige Texte ist eigentlich nicht neu.
Schon bei E-Mail-Newsletter wird die Frage häufig diskutiert: Verlinke ich auf einen Beitrag oder stelle ich den kompletten Text in die E-Mail? Letztlich hängt es bei Corporate Webfeeds vom Business Modell ab und sollte von Fall zu Fall entschieden werden.
Wer seine Leser auf die eigene Website ziehen will, wird sicherlich bei unvollständigen Webfeeds bleiben. Für andere kann der vollständige Content Feed durchaus ein besserer Leserservice sein. Anzeigen können ohnehin auch im Webfeed untergebracht werden. Deshalb wäre es für manchen Content-Anbieter durchaus überlegenswert, beide Webfeeds - den vollständigen (mit eingebetteter Werbung?) sowie den unvollständigen (ohne Werbung?) -anzubieten.
>> Moe: Tipps für ungekürzte RSS-Feeds in Weblogs
Verfasst von: klauseck am 22.06.04, 17:41Ich erwarte sinnvolle Kürzungen und nicht nur die ersten x Zeichen von einem Beitrag.
Was den Rest betrifft - ich lese sowieso fast alles online und entscheide mich anhand des Teasers für einen Besuch ja oder nein.
Daher betrachte ich einen Newsfeed in komplett als nicht so spannend.
Verfasst von: Nicole Simon am 22.06.04, 17:50
Ein guter Teaser zieht mich in den Text hinein. Beim vollständigen Newsfeed verliere ich schnell auch einmal den Überblick, deshalb bin ich eher ein Freund der unvollständigen Variante. Letztlich kommt es immer auf den Einstieg des RSS-Feeds an. Das sehe ich ebenfalls so.
Verfasst von: Klaus Eck am 22.06.04, 17:53
Beides hat wohl Vor- und Nachteile. Aus der Sicht des Lesers, der alles an einer Stelle haben will und RSS-Feeds womöglich auch noch archiviert, haben vollständige Einträge eindeutig Vorteile. Auch für alle die RSS-Suchmaschinen, bedeuten vollständige Einträge einfach mehr Information, die zur Indizierung herangezogen werden kann.
Andererseits haben natürlich die Teaser eindeutig den Zweck, dass Sie zu Site-Besuchen auffordern sollen, was natürlich all denen von Vorteil ist, die mit Ihrer Web-Site Geld verdienen und sich mehr Traffik versprechen.
Verfasst von: Siegfried Hirsch am 22.06.04, 19:14
Wie unspannend viel Teaser sind, davon können wir uns jederzeit via http://www.blogg.de überzeugen. Die Webfeeds laden leider in den meisten Fällen nicht unbedingt zum Lesen ein.
Verfasst von: Klaus Eck am 22.06.04, 19:54
Genau deswegen meine ich, in persönlichen Blogs sind ungekürzte Feeds einfach besser ;-)
Verfasst von: Moe am 22.06.04, 20:18
Stimmt, Moe, nicht jeder kann ein Professional sein...:-)
Verfasst von: Klaus Eck am 22.06.04, 20:20

